Bohrlöcher beim Gerüstabbau so zu verschließen, dass sie nicht mehr sichtbar sind, ist kein Hexenwerk. Bei normal gemauerter Fassade wird das Bohrloch mit gekörntem Acryl aufgefüllt und zwar bündig mit der Fassadenoberfläche. Anschließend wird mit der Originalfarbe und mit Rundpinsel das aufgefüllte Bohrloch unsichtbar gemacht. Dabei wird nicht darüber gestrichen, sondern die Farbe nur aufgetupft. Vorzugsweise mit Rundpinsel. Sehen Sie dazu drei Fotos und entscheiden Sie als Hauseigentümer selbst, was besser aussieht: Mit oder ohne Verschlusskappe in der Wand?


Das obere Foto soll eine frisch grau-gestrichene Fassade darstellen




Das nächste Foto zeigt zwei Bohrlöcher, stellvertretend für die Löcher in der Wand, die beim Verankern von Gerüsten entstehen.




Im nächsten Foto: Beide Löcher wurden verschlossen. Links die übliche Art mit Stopfen, der überstrichen wurde. Rechts nach unserer Art wie oben beschrieben. Wo war unser Loch?




Bei Wärmedämmung wird zunächst das Bohrloch mit Mineralwolle zu 80% aufgefüllt, um die dämmende Wirkung an diesen Stellen zu erreichen. Anschließend wird wie vorstehend genannt verfahren.

Bei verkleideten Fassaden, meist die Giebeldreiecke, gibt es zwei Möglichkeiten. Erstens das Gerüst freistehend auszuführen, also ohne zu bohren.

In diesem Falle wählte der Hausbesitzer die Variante "freistehend".




Zweitens die tief hinter der Verkleidung im Mauerwerk befindlichen Dübel durch extra lange Gerüst-Stopfen zu verschließen und / oder längere Dübel, der Unterkonstruktion angepasst, zu verwenden und sie mit Stopfen ebenfalls zu verschließen. Danach wird der Stopfen entweder mit der Originalfarbe überstrichen, oder mit Acryl im passenden Ton abgedichtet.

Foto unten: Schema (Schnitt) einer Wand mit Lattung, Dämmung, Konterlattung und Fassadenplatte. Deutlich erkennbar sind Gerüstdübel und Stopfen unterschiedlicher Länge.